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Ein Agent ist kein Benutzer mit geliehenem Passwort

Der häufigste Konstruktionsfehler in Agenten-Projekten: Der Agent handelt unter dem Konto eines Administrators. Damit entspricht sein Schadensradius dessen Rechten — dauerhaft, unbegrenzt und im Log nicht unterscheidbar. Ein Agent braucht eine eigene Identität.

Geeignet fürUnternehmen, die KI-Agenten mit Aktionsrechten produktiv einsetzen wollen

Agent Identity · RFC 8707 · deny by default — kein Agent mit geliehenem Passwort
ECKDATEN
Agent Identityeigene Kennung, eigenes Geheimnis — kein geliehener Nutzer
RFC 8707Resource Indicator: Token gilt nur für ein Zielsystem
Blast Radiusmaximaler Schaden eines fehlgeleiteten Agenten begrenzt
Standarddeny — Rechte werden einzeln erteilt
securityLive
ASCII-Grafik: ein Schutzschild — Titelbild zum Thema Ein Agent ist kein Benutzer mit geliehenem Passwort
agent identityeigene kennung · eigenes geheimnis
tokennur für ein zielsystem gültig
policystandardentscheidung deny
blast radiuspro agent begrenzt
betrieb durch hostspezial
Identität eigenständig je AgentToken zielsystemgebunden (RFC 8707)Standardregel denySchadensgrenze Blast Radius definiert
AUF EINEN BLICK

Das Wichtigste auf einen Blick

Geeignet für
Unternehmen, die KI-Agenten mit Aktionsrechten produktiv einsetzen wollen — nicht nur als Chatfenster
Ausgangssituation
Der Agent läuft unter einem Administratorkonto; sein Schadensradius ist unbegrenzt und im Log nicht unterscheidbar
Wir übernehmen
Eigene Identität je Agent, zielsystemgebundene Token nach RFC 8707, Policy Engine mit Standardentscheidung deny, Container-Isolation und Egress-Allowlist
Bei Ihnen bleibt
Ihre Daten und die Entscheidung, welche davon ein Modell sehen darf. Eigentum und Hoheit wechseln nicht.
Vorhandene Systeme
Welche Hardware und welche Schnittstellen sich weiterverwenden lassen, klären wir vor dem Angebot. Das Ergebnis steht schriftlich fest, bevor Sie beauftragen.
Ihr Ergebnis
Ein begrenzter Blast Radius. Und ein Audit-Log, in dem die erste Spalte etwas aussagt
Preisrahmen
Nach Aufwand — abhängig von Zahl der Agenten und angebundenen Werkzeuge, Rahmen im Erstgespräch
Reaktionszeit
Antwort auf Ihre Anfrage in der Regel innerhalb eines Werktags; im Betrieb nach vereinbarter Serviceklasse
Dauer
Security-Review vor dem ersten Produktivlauf — sechs Bedrohungen, je Scope, Limit und Freigabeschwelle
Erster Schritt
Gespräch über die geplanten Agenten, ihre Werkzeuge und die nötigen Freigabeschwellen
Security-Review besprechen → 09571 873149 Ihr Ansprechpartner: Sales-Team, Beratung und Angebot
/01 — 07Überblick

Der Agent als eigener Principal

$ sec1

Agent Identity

Eigenständige, maschinenlesbare Identität eines KI-Agenten mit eigener Kennung, eigenem Rechteumfang und eigener Spur im Audit-Log — getrennt von der Identität des Menschen, der den Lauf ausgelöst hat.

Resource Indicator

Angabe des Zielsystems bei der Ausstellung eines Tokens (RFC 8707). Das ausgestellte Token gilt nur für genau diese Zielgruppe und ist bei einem anderen Dienst wertlos — auch wenn es dort abgefangen wird.

Blast Radius

Der maximale Schaden, den ein kompromittierter oder fehlgeleiteter Agent anrichten kann. Er ergibt sich aus Scopes, Betragsgrenzen, Egress-Regeln und Laufzeit der Credentials — nicht aus der Formulierung des Prompts.

action-agent principal, eigene id token-service oauth 2.1 · ttl 10 min policy engine allow · limit · approve zielsystem audience-gebunden SCOPE: write:refund · AUDIENCE: billing-api · GÜLTIG: 10 min audit-log wer · was · womit · mit welcher entscheidung · wann
Vier Stationen, ein Log. Ohne eigene Identität des Agenten ist die erste Spalte im Audit-Log wertlos.
/02 — 07Überblick

Die Policy Engine entscheidet, nicht der Prompt

$ sec2
Eine Regel im Prompt ist eine Bitte. Eine Regel in der Policy Engine ist eine Bedingung. Der Unterschied wird sichtbar, sobald ein manipuliertes Dokument dem Modell eine andere Anweisung gibt — die Bitte kann es ignorieren, die Bedingung nicht.
10 minToken-Laufzeit
denyStandardentscheid
0freier Egress
policy/refund.policy
# Standardentscheidung ist deny. Jede Erlaubnis ist explizit.
default decision = "deny"

# Lesende Abfragen: erlaubt, solange der Agent den Scope hat
# und das Ergebnis eine sinnvolle Groesse nicht ueberschreitet.
allow {
  input.tool == "postgres.query"
  input.agent.scopes[_] == "read:orders"
  input.params.max_rows <= 500
}

# Geld bewegen: nur unterhalb der Grenze, nur in EUR, nur wenn
# der Vorgang zum aktuellen Lauf gehoert. Der Idempotenz-Key
# verhindert, dass derselbe Refund zweimal genehmigt wird.
allow {
  input.tool == "stripe.refund"
  input.agent.scopes[_] == "write:refund"
  input.params.amount <= 250
  input.params.currency == "EUR"
  input.params.order_id == input.run.context.order_id
}

# Darueber entscheidet ein Mensch. Kein Selbstfreigabe-Pfad.
require_approval {
  input.tool == "stripe.refund"
  input.params.amount > 250
}

# Sub-Agenten duerfen nie mehr Rechte anfordern als der Eltern-Lauf.
deny {
  input.agent.parent
  not subset(input.agent.scopes, input.agent.parent.scopes)
}
/03 — 07Überblick

Sandboxing, Egress und Prompt Injection

$ sec3
Bedrohung, Maßnahme, Restrisiko
BedrohungMaßnahmeRestrisiko
Prompt Injection über Tool-RückgabeGetrennter Kontextbereich, Ausgabe-Schema-Validierung, Grenzen in der Policy statt im PromptFachlich falsche, aber formal erlaubte Aktionen bleiben möglich
Kompromittierter MCP-ServerContainer-Isolation, Egress-Allowlist, gepinnte Version, keine geteilten ZugangsdatenDaten, die das Werkzeug legitim sieht, sieht auch der Angreifer
Gestohlenes Agenten-TokenLebensdauer 10 Minuten, Bindung an Zielsystem, Bindung an Lauf-IDKurzes Zeitfenster für Missbrauch innerhalb desselben Scopes
Rechteausweitung über Sub-AgentenScopes sind Teilmenge des Eltern-Laufs, Prüfung in der Policy EngineFehlerhafte Modellierung des Eltern-Laufs wirkt nach unten durch
Gefälschte Agent Card (A2A)Signaturprüfung verpflichtend, Registry-Eintrag mit BetreiberzuordnungSignatur belegt Identität, nicht Qualität oder Absicht
Kostenexplosion durch SchleifeBudget-Cap je Lauf, Rate-Limit je Werkzeug, VersuchszählerBis zum Cap entstehen reale Kosten
/04 — 07Überblick

Was das nicht löst

$ sec4

Ehrliche Grenzen

Prompt Injection ist nicht gelöst — weder bei uns noch anderswo. Wir können den Schaden begrenzen, indem wir Rechte klein halten, Beträge deckeln und irreversible Schritte an Menschen binden. Wir können nicht garantieren, dass ein Modell einen manipulierten Text nie befolgt. Wer diese Garantie braucht, darf dem Agenten an dieser Stelle keine Aktionsrechte geben — das ist eine Architekturentscheidung, keine Konfiguration.

/05 — 07Überblick

Security im Detail

$ sec5
/01Warum reicht ein Service-Account nicht aus?+

Ein Service-Account ist statisch: dauerhaftes Geheimnis, fester Rechteumfang, keine Bindung an einen konkreten Vorgang. Ein Agenten-Credential wird je Lauf ausgestellt, ist an Zielsystem und Lauf-ID gebunden und verfällt nach Minuten. Der Unterschied zeigt sich im Schadensfall.

/02Wie greift das in unser bestehendes Identity-Management?+

Über Ihren vorhandenen Identity Provider. Wir binden Agenten als eigene Principals an Entra ID, Keycloak oder ein anderes OIDC-fähiges System an. Rollen und Freigabewege bleiben dort, wo sie heute gepflegt werden.

/03Wer sieht, was ein Agent getan hat?+

Jede Aktion steht mit Agenten-Identität, Werkzeug, sanitisierten Parametern und Policy-Entscheidung im Audit-Log. Die Auswertung erfolgt in Ihrem eigenen Stack oder in unserem — auf Wunsch mit Weiterleitung an ein SIEM wie Wazuh. Details unter Observability.

/04Was passiert, wenn ein Agent auffällig wird?+

Agenten lassen sich einzeln stilllegen — Credential widerrufen, laufende Runs anhalten, Werkzeugfreigaben entziehen. Weil jede Identität einzeln existiert, trifft das nur den betroffenen Agenten und nicht den gesamten Betrieb.

/05Sind Agenten mit Aktionsrechten mit der DSGVO vereinbar?+

Ja, unter Bedingungen: dokumentierte Zweckbindung, Verarbeitung auf Grundlage eines AVV, nachvollziehbare Protokollierung und keine automatisierte Einzelentscheidung mit rechtlicher Wirkung ohne menschliche Beteiligung. Genau dafür gibt es die Freigabeschwellen. Einordnung auf der Trust-Seite.

/06Prüfen Sie fremde MCP-Server auf Schwachstellen?+

Wir prüfen Herkunft, Signatur, Schema-Qualität und Egress-Verhalten und pinnen die Version. Ein vollständiges Code-Audit fremder Server leisten wir nicht — wo das nötig ist, bauen wir den Konnektor selbst. Siehe Agentic Supply Chain.

/06 — 07Überblick

Weiter in der Plattform

$ sec6
/07 — 07Überblick

Security-Review vor dem ersten Produktivlauf

$ sec7
Wir gehen Ihr geplantes Agenten-Design entlang der sechs Bedrohungen oben durch und schreiben auf, welcher Scope, welches Limit und welche Freigabeschwelle jeweils nötig sind. Ergebnis ist ein Dokument, das auch ein Auditor lesen kann.
// nächster schritt

Rechte eines Agenten festlegen.

Ein Agent braucht eigene Identität und eigene Grenzen, nicht das Passwort eines Mitarbeiters. Wir legen mit Ihnen fest, was er darf und was nicht. Ausführlich beschrieben ist das unter Agentic AI.

Betrieb in deutschen Rechenzentren

$ policy --entwurf
Rechtekonzept besprechen → 09571 873149
Termin vereinbaren →
30 Minuten, unverbindlich und direkt mit einem technischen Ansprechpartner.