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Maschinenbau spart 85 % mit Proxmox

Wie ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen von VMware zu Proxmox VE migrierte und dabei die jährlichen Virtualisierungskosten von 48.000 Euro auf 7.200 Euro senkte.

Kategorie Case StudyStand 14.06.2026Lesezeit 8 Min.
Das Wichtigste in Kürze
  • Lizenzkosten von 16.000 auf 48.000 Euro: Nach der Broadcom-Übernahme von VMware hätten sich die jährlichen Lizenzkosten dieses Maschinenbauers von 16.000 auf 48.000 Euro verdreifacht.
  • Migration in drei Wochenenden: Ein 3-Node-Proxmox-Cluster mit Ceph Storage übernahm die produktiven VMs schrittweise über drei Wochenenden, ohne den 24/7-Produktionsbetrieb zu unterbrechen.
  • 0 Stunden ungeplante Ausfallzeit: Seit dem Go-Live gab es 0 Stunden ungeplante Ausfallzeit bei einer gemessenen Verfügbarkeit von 99,99 %.
  • 85 Prozent Kostenersparnis: Der Wechsel von VMware zu Proxmox VE senkte die jährlichen Kosten um 85 %, das entspricht einer Ersparnis von 40.800 Euro pro Jahr.
  • ROI nach 6 Monaten positiv: Bei einmaligen Migrationskosten von 18.000 Euro war der Return on Investment bereits nach 6 Monaten positiv.
KI-Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde teilweise mit Unterstützung von KI-Systemen erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Kennzeichnung gemäß EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689).

/01Ausgangssituation

Das Unternehmen - ein Maschinenbauer mit 180 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 35 Millionen Euro - betrieb seine Virtualisierungsinfrastruktur seit 2016 auf VMware vSphere. Nach der Broadcom-Übernahme Ende 2023 kam im Frühjahr 2024 der Schock: Die neue Lizenzstruktur hätte die jährlichen Kosten verdreifacht.

Die Herausforderung

  • Lizenzkostensteigerung: Von 16.000 auf 48.000 Euro pro Jahr nach dem Broadcom-Modell
  • Planungsunsicherheit: Keine Garantie für zukünftige Preisstabilität
  • Vendor Lock-in: Tiefe Integration mit VMware-Ecosystem (vCenter, vSAN, vRealize)
  • Kritische Workloads: ERP-System (SAP Business One), CAD-Arbeitsplätze, Produktionssteuerung
  • Keine Ausfallzeit: 24/7-Produktion mit Just-in-Time-Fertigung

Das Dilemma: Einerseits war eine schnelle Entscheidung nötig, da das VMware-Renewal anstand. Andererseits durfte die Migration keine Risiken für den Produktivbetrieb bedeuten. Eine komplette Neubeschaffung mit Microsoft Hyper-V oder Nutanix wäre ebenfalls teuer geworden.

/02Lösung: Proxmox VE mit Ceph Storage

Nach einer zweiwochigen Evaluierungsphase fiel die Entscheidung auf Proxmox VE - die Open-Source-Virtualisierungsplattform, die Enterprise-Features ohne Lizenzkosten bietet.

Migrationskonzept

Wir entwickelten einen Drei-Phasen-Plan, der parallelen Betrieb ermöglichte und schrittweise Workloads verschob:

  • Phase 1 - Infrastruktur: Aufbau eines 3-Node Proxmox Clusters mit Ceph Storage auf der bestehenden Hardware
  • Phase 2 - Test-Migration: Nicht-kritische Systeme (Fileserver, Testumgebungen) als Proof-of-Concept
  • Phase 3 - Produktiv-Migration: Schrittweise Migration der produktiven VMs über drei Wochenenden

Technische Umsetzung

Die bestehende Hardware wurde wiederverwendet - drei Dell PowerEdge R740 Server mit je 512 GB RAM und NVMe-Storage. Die VMware-zu-Proxmox-Migration erfolgte mit dem Tool "qm importdisk" nach vorheriger Konvertierung der VMDK-Dateien.

Eingesetzte Technologien
Proxmox VE 8.2 Ceph Reef 3-Node Cluster HA mit Corosync OPNsense Firewall Veeam Backup

Besondere Herausforderungen

Die CAD-Arbeitsplätze erforderten GPU-Passthrough für NVIDIA Quadro Karten. Proxmox unterstützt dies nativ, allerdings mussten die VM-Konfigurationen angepasst werden. Das ERP-System (SAP Business One auf SQL Server) wurde während eines geplanten Wartungsfensters migriert - inklusive vorherigem Datenbank-Konsistenzcheck.

/03Ergebnis: 85 % Kostenersparnis

Nach drei Wochen Projektlaufzeit war die Migration abgeschlossen. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen:

Projektergebnisse
85 %
Kostenreduktion
40.800 Euro
Jährliche Ersparnis
0 Stunden
Ungeplante Ausfallzeit
99,99 %
Verfügbarkeit seit Go-Live

Kostenvergleich im Detail

  • VMware (Broadcom-Modell): 48.000 Euro/Jahr (vSphere + vCenter + Support)
  • Proxmox VE mit Support: 7.200 Euro/Jahr (Community Subscription für 3 Nodes)
  • Einmalige Migrationskosten: 18.000 Euro (Beratung + Umsetzung)
  • ROI: Nach 6 Monaten bereits positiv

Weitere Vorteile

  • Bessere Performance: Ceph Storage liefert höhere IOPS als die alte vSAN-Konfiguration
  • Einfachere Verwaltung: Proxmox WebUI intuitiver als vCenter für das kleine IT-Team
  • Zukunftssicher: Keine Abhängigkeit von Broadcom-Entscheidungen
  • Skalierbar: Weitere Nodes können jederzeit hinzugefuegt werden

Fazit des IT-Leiters: "Die Migration war einfacher als erwartet. Proxmox bietet alles, was wir von VMware kannten - HA, Live-Migration, Snapshots - aber ohne die Lizenzkosten. Die eingesparten 40.000 Euro pro Jahr investieren wir jetzt in Security und Backup."

/04Learnings für Ihre Migration

Aus diesem Projekt haben wir wichtige Erkenntnisse gewonnen, die auch für andere VMware-Migrationen relevant sind:

  • Hardware-Kompatibilität prüfen: Nicht jede Server-Hardware wird von Proxmox optimal unterstützt
  • Storage-Strategie definieren: Ceph, ZFS oder lokaler Storage - die Wahl beeinflusst Performance und Kosten
  • Backup vor Migration: Immer einen Rollback-Plan haben
  • Testmigration durchführen: Erst nicht-kritische Systeme, dann Produktiv-Workloads
  • Schulung einplanen: Das IT-Team muss mit der neuen Plattform vertraut sein

In diesem Projekt haben wir den Cluster nach dem Go-live in den laufenden Managed-Virtualisierungs-Betrieb übernommen — inklusive Patch-Management, Ceph-Monitoring und HA-Tests, damit das interne Team sich nicht um den Tagesbetrieb kümmern muss.

Herausgeber

HostSpezial-Redaktion — HostSpezial betreibt seit 2010 Managed Services für den Mittelstand aus deutschen Rechenzentren, zertifiziert nach ISO/IEC 27001 (Zertifikat 202787), Sitz in Lichtenfels. Fachliche Prüfung und Freigabe dieses Beitrags liegen bei der Redaktion. Impressum · Kontakt

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